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3. Deutscher Schlauchlinertag in Oberhausen
Der Deutsche Schlauchlinertag findet bereits zum dritten Mal statt und ist inzwischen zu einem turnusmäßig wiederkehrenden Ereignis geworden. Er wird von der Mehrheit, annähernd 80% des deutschsprachigen Marktes (Hersteller und Anwender) unterstützt und bietet ein eigenes Forum für alle wirtschaftlichen, technischen, qualitätssichernden und umweltrelevanten Fragen, welche diese erfolgreichste Technikfamilie für die Sanierung von Abwasserkanälen betreffen. Im Laufe der letzten drei Jahrzehnte hat sich die Schlauchlining-Technologie zur wichtigsten Verfahrensfamilie der grabenlosen Kanalsanierung entwickelt. Sie gehört zur Gruppe der „Renovierungsverfahren“ und wird überwiegend zur Sanierung von schadhaften Freispiegelleitungen eingesetzt. Das Besondere dieser Technologie ist ein flexibles harzimprägniertes Trägermaterial (Schlauch), das nach seinem Einbau in die schadhafte Leitung durch unterschiedliche Techniken zu einem neuen Rohr-im-Rohr ausgehärtet wird. Dieses Kunststoffrohr verleiht der sanierten Leitung eine neue Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten. Keine Sanierungstechnik kommt dem Ideal des völligen Verzichts auf Erdarbeiten näher und wohl kaum eine andere hat sich in der Praxis derart erfolgreich etabliert. Derzeit sieht sich der Schlauchlining-Markt – wie viele Bereiche der Bauwirtschaft – in der Situation, dass zunehmender Preisverfall Druck auf die Qualität der erbrachten Leistungen ausübt. Dem konsequent entgegen zu wirken, ist eine vorrangige Aufgabe von Systemanbietern und -anwendern. Wie Qualität auch in schwierigen Zeiten sicher zu stellen ist, wird deshalb in Oberhausen durch namhafte Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Eine zentrale Rolle fällt dabei in der Praxis wie auch auf dem 3. Deutschen Schlauchlinertag dem Ingenieur und dem Instrument der Ausschreibung zu. Schlauchlining als Element moderner ganzheitlicher Sanierungskonzepte bietet ein kaum zu ersetzendes Problemlösungs-potential, was insbesondere auch für einen viel versprechenden Teilmarkt, der 2005 zum ersten Mal Gegenstand eines Schlauchlinertages sein wird, gilt: die Sanierung von Hausanschlüssen und Grundleitungsnetzen. Bis zu 750.000 km Grundleitungen könnten sich in den nächsten Jahren als sanierungsbedürftig erweisen. Schlauchlining-Verfahren sind hier bereits durchaus etabliert. Welche rechtlichen und politischen Hemmschuhe einer konsequenten Instandhaltung im privaten Untergrund noch entgegenstehen, wird neben einem Überblick über den aktuellen Stand der Technik gleichfalls Thema des 3. Deutschen Schlauchlinertages sein. Letztlich wird aber auch in Oberhausen nicht jede Frage in Vorträgen und Diskussionsrunden im Plenum zu klären sein: hier wird ein Rundgang über die gut besetzte, begleitende Fachausstellung nicht nur einen umfassenden technischen Gesamtüberblick zum Schlauchlining bieten, sondern auch die Möglichkeit zum Gedankenaustausch im kleinen Kreis.

Teilnahmebeitrag: € 150,-