Schlauchlining als wirtschaftliche Alternative
3. Deutscher Schlauchlinertag 2005 in Oberhausen

Für Diskussionsstoff ist gesorgt. Schlauchlining-Verfahren vom Hauptkanal bis zum Hausanschluss - die wirtschaftliche Alternative zur offenen Bauweise: so lautet der Themenschwerpunkt des 3. Deutsche Schlauchlinertags, den die Technische Akademie Hannover (TAH) am 17. März 2005 in Oberhausen ausrichtet. Erstmals wird hier auch die Linersanierung von Grundleitungssystemen Gegenstand eines Schlauchlinertages sein.

Voll besetzte Säle, gut besuchte Ausstellungen und reger Gedankenaustausch - an diese erfolgreiche Bilanz der beiden zurückliegenden Schlauchlinertage will man in Oberhausen anknüpfen. Die Vorzeichen dafür stehen gut. Denn nach wie vor bietet die Schlauchliningtechnologie Sanierungsoptionen für sonst kaum lösbare Problemfälle und auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist Schlauchlining aus dem Instrumentenkoffer der Stadtentwässerung nicht weg zu denken. Zugleich sieht sich der Schlauchlining-Markt -wie viele Bereiche der Bauwirtschaft- in der Situation, dass zunehmender Preisverfall Druck auf die Qualität der erbrachten Leistungen ausübt. Dem konsequent entgegen zu wirken, ist eine vorrangige Aufgabe von Systemanbietern und -anwendern. Wie Qualität auch in schwierigen Zeiten sicher zu stellen ist, wird deshalb auch in Oberhausen durch namhafte Referenten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Eine zentrale Rolle dabei kommt in der Praxis wie auch auf dem Schlauchlinertag dem Ingenieur und dem Instrument der Ausschreibung zu.

Bei all dem kommt aber auch das Positive nicht kurz: wie in Oberhausen gezeigt wird, bietet Schlauchlining nach als Element moderner ganzheitlicher Sanierungskonzepte ein kaum zu ersetzendes Problemlösungspotential. Das gilt auch für einen vielversprechenden Teilmarkt, der 2005 zum ersten Male Gegenstand eines Schlauchlinertages sein wird: die Sanierung von Hausanschlüssen und Grundleitungsnetzen. Bis zu 750.000 Kilometer Grundleitungen könnten sich in den nächsten Jahren als sanierungbedürftig erweisen. Schlauchlining-Verfahren sind hier bereits durchaus etabliert. Allerdings würde ein expandierender Sanierungsmarkt auf dem Grundstück besondere Vermarktungsstrukturen erfordern; nicht zuletzt gilt es auch und gerade hier, frühzeitig wirksame Systeme zur Qualitätssicherung zu entwickeln, um Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Die Hauptsorge der Anbieter in diesem Marktsegment gilt momentan allerdings mehr dem Umstand, dass die reale Nachfrage noch weit hinter dem rechnerischen Bedarf zurück bleibt.Welche rechtlichen und politischen Hemmschuhe einer konsequenten Instandhaltung im privaten Untergrund noch entgegen stehen, wird neben einem Überblick über den aktuellen Stand der Technik gleichfalls Thema des 3. Deutschen Schlauchlinertages sein.

Letztlich wird aber auch in Oberhausen nicht jede Frage in Vorträgen und Diskussionsrunden im Plenum zu klären sein: hier wird ein Rundgang über die gut besetzte begleitende Fachausstellung nicht nur einen umfassenden technischen Gesamtüberblick zum Schlauchlining bieten, sondern auch die Möglichkeit zum Gedankenaustausch im kleinen Kreis.

Veranstaltungsprogramm und Anmeldung unter

www.deutscher-schlauchlinertag.de