Schlauchlining auf den Punkt gebracht
2. Deutscher Schlauchlining-Tag 2004
stellt Qualitätsfragen ins Zentrum

Wer sein Fachwissen in Sachen Schlauchlining-Technologie kurz und bündig auf den neuesten Stand bringen will, sollte sich den 18.03.2004 im Kalender rot ankreuzen: An diesem Tag findet im Kongreß-Centrum Würzburg der 2. Deutsche Schlauchliner-Tag 2004 statt.

Im Laufe dreier Jahrzehnte hat sich die Schlauchlining-Technologie zur wichtigsten Verfahrensfamilie der grabenlosen Kanalsanierung entwickelt. Keine Sanierungstechnik kommt dem Ideal des völligen Verzichts auf Erdarbeiten näher und wohl kaum eine andere hat sich in der Praxis derart erfolgreich etabliert. Das gilt nicht nur für die Länge weltweit per Schlauchlining sanierter Leitungen und Kanäle, die längst in Zehntausenden von Kilometern zu messen ist. Beispiellos ist auch die verfahrens- und materialtechnische Bandbreite, die dieser Verfahrenstyp nach jahrzehntelanger Entwicklung und Differenzierung bietet. Ein zunehmend breiteres Angebot macht aber erfahrungsgemäß die Auswahl nicht einfacher; vielmehr wird es für Netzbetreiber und Planer immer wichtiger, ihre Kenntnisse „up to date“ zu halten. Nur so können sie in jedem Einzelfall die richtige Entscheidung zum Wann, zum Wie und zum Womit einer Schlauchlining-Sanierung treffen.

Ein Forum für Erfahrungsaustausch und die Vermittlung des jeweils neuesten Standes der Schlauchlining-Technik zu schaffen – das war die Grundidee, zu deren Verwirklichung die Technische Akademie Hannover (TAH) in Zusammenarbeit mit der Hamburger Stadtentwässerung (HSE) 2003 den erfolgreichen 1. Deutschen Schlauchlinertag ins Leben rief. Die überaus positive Resonanz bestätigte dessen Konzept eindrucksvoll. Mit einer Reihe aktueller Fachvorträge und einer gut besetzten Begleitausstellung rund um das Schlauchlining wollen die Veranstalter, auch 2004 unterstützt von namhaften Sponsoren aus der Sanierungswirtschaft, diesen Erfolg wiederholen.

An Themen, über die es rund ums Schlauchlining zu referieren und zu diskutieren lohnt, ist wahrlich kein Mangel. Aus der Fülle der Vorschläge schnürten die Veranstalter ein Kongress-Paket, dessen Aktualität für die Praxis nichts zu wünschen übrig lässt. Die Grundsatzfrage, welche Schäden man mit Linern beheben kann und welche nicht, wird ebenso gestellt –und kompetent beantwortet- wie die, was ein Schlauchliner in der Praxis leisten kann und wo er an seine Grenzen stößt. Die Erfahrung, dass nicht jeder eingebaute Liner ein Erfolg ist, führt zu einer Diskussion, die für die Zukunft der Sanierung im Allgemeinen und des Schlauchlining im Besonderen von zentraler Bedeutung ist: Wie kann Qualität von der Planung bis zur Kontrolle des Endproduktes konsequent sichergestellt werden? Der 2. Deutsche Schlauchlinertag wird auf diese Thematik gleich mit mehreren Beiträgen eingehen. Diese setzen sich mit den Grundsätzen der „richtigen“ Ausschreibung, mit dem Aspekt der Standsicherheit als Schlüsselgröße der Qualität sowie mit der prüftechnischen Konzepten der Qualitätssicherung auseinander.

Wie wähle ich den richtigen Bieter aus – das ist eine ständige Herausforderung für den Auftraggeber in der Praxis, zu der es in Würzburg ebenfalls nützliche Hinweise geben wird. Abgerundet wird das Programm durch eine Präsentation interessanter Praxisfälle des Schlauchlining. Natürlich lebt die Veranstaltung nicht nur von den Vorträgen, sondern nicht zuletzt von den engagierten Diskussionsbeiträgen aus dem Publikum, die den Schlauchlinertag schon im Vorjahr prägten.

In den Kongresspausen wird es reichlich Gelegenheit geben, an den Ständen der insgesamt 22 Aussteller die eine oder andere Debatte zu vertiefen und sich über die aktuellen Angebote der Schlauchlining-Industrie auf den neuesten Stand zu bringen. Angesichts des interessanten Programms und dem in der Branche bereits deutlich artikulierten Interesse am 2. Deutschen Schlauchlinertag 2004 sind TAH und HSE zuversichtlich, ihr erklärtes Ziel zu erreichen: den Deutschen Schlauchlinertag als obligatorischen Termin dauerhaft im Jahreskalender der Sanierungsbranche zu etablieren.


Autor: Dipl.-Ing. U. Winkler